Cine: Chavela

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Durch die Darbietung traditioneller Rancheras wurde die Sängerin Chavela Vargas erst in Mexiko und später weltweit bekannt. Die Lieder, die – vor allem von Männern komponiert – meist von unerfüllter Liebe zu Frauen, Weltschmerz und Einsamkeit handeln, trug sie mit einem einzigartigen Gefühl für Rhythmik und markant-rauer, zugleich verletzlicher Stimme vor. Ihr burschikoses Auftreten und der Poncho machten sie unverwechselbar. In Acapulco, in den 1960er-Jahren Treffpunkt für Prominenz aus Politik und Kultur, verkehrte sie mit zahlreichen Berühmtheiten und verdrehte mit ihrem Charme und ihrer auffallenden Schönheit Frida Kahlo oder Ava Gardner den Kopf. Nach einer 13-jährigen, dem intensiven Alkoholgenuss geschuldeten Auftrittspause wurde sie Anfang der 1990er-Jahre wiederentdeckt. Sie hatte ein beeindruckendes Comeback und war Muse von Künstlern und Regisseuren wie Pedro Almodóvar. Aus teils unveröffentlichtem Material und Interviews mit Chavela selbst, ihren Weggefährten, Kolleginnen und Partnerinnen entstand ein liebevolles Porträt der charismatischen und zeitlebens offen lesbisch lebenden Ausnahmekünstlerin, die 2012 im Alter von 93 Jahren starb.

USA 2017 | R: C. Gund, D. Kyi | 90 Min. | ab 0 | OmU-Fassung


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