Lateinamerikawoche – Populismus in Lateinamerika – Zwischen Versprechen und Gefahr

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+++ Nürnberg +++

„Populismus ist eine sehr ernst zu nehmende Gefahr“, brachte ein Beitrag im Handelsblatt (3.3.2017) die Sicht der Wirtschaftseliten auf den Punkt. Die politischen Parteien diesseits der AfD sowie die Massenmedien sehen das ähnlich. Der Begriff „Populismus“ wird heute in der Regel benutzt, um eine politische Kraft mit einem negativen Stempel zu versehen, vor allem rechtspopulistische Parteien in den Industrieländern.

In Lateinamerika gab und gibt es andere Formen von „Populismus“ oder „national-popularer Bewegungen“, wie sie in der Fachdebatte auch genannt werden. Sie standen in den 1940er bis 1970er Jahren für Sozialreformen in Ländern wie Argentinien, Peru oder Brasilien. Sie wandelten sich zu neoliberalen Gegenreformkräften in Peru unter Fujimori oder Argentinien und Brasilien unter wechselnden Präsidenten. Dagegen knüpfte der Chavismus in Venezuela an linkspopulistischen Ansätzen an.
Was also ist unter Populismus zu verstehen, was charakterisiert ihn, welche gesellschaftlichen Gruppen tragen ihn und warum tritt er in bestimmten historischen Phasen verstärkt auf um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden?

Albert Sterr (Autor, Nürnberg)


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