Von Camilo Torres zu Papst Franziskus

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Entstehung und Wandel der lateinamerikanischen Befreiungstheorie
Vortrag von Prof. Dr. Walter Bernecker

1966 – vor 50 Jahren, wurde der kolumbianische Priester Camilo Torres, der als Vorläufer der Befreiungstheologie gilt und der für den Kampf um Gerechtigkeit in den bewaffneten Untergrund ging, erschossen. Die lateinamerikanische Kirche nahm in den folgenden Jahren die von Camilo Torres propagierte christliche „Option für die Armen“ als Leitmotiv auf; aus ihr entwickelte sich die Befreiungstheologie, die viele Jahre lang die Haltung der lateinamerikanischen Kirche bestimmen sollte. Befreiung trat im gesellschaftlich-religiösen Diskurs als Ziel an die Stelle von Entwicklung. Wegen der Nähe zum Marxismus wurde die Befreiungstheologie schon bald von den Päpsten Johannes Paul II und Benedikt XVI. geächtet, während Papst Franziskus nachdrücklich eine „Kirche für Armen“ fordert und damit die Aktualität der Anliegen der Befreiungstheologie (ohne diesen Begriff zu verwenden) unterstreicht.


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