Das Friedensabkommen und das neue politische Szenario in Kolumbien

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+++ Nürnberg +++

Lateinamerikawoche 2019

 

Die Partei, die sich am meisten den Friedensverhandlungen entgegengestellt hat, ist nun an der Regierung. Der von ihr gestellte Präsident Ivan Duque erhielt Unterstützung von Alvaro Uribe Velez, Ex-Präsident Kolumbiens und Anführer der radikalen Rechten des Landes. Die Herausforderungen, denen Kolumbien nun gegenübersteht, sind groß und das Panorama ist komplex: Polarisierung der Zivilgesellschaft, eine neue Art territorialer Konfl ikte, massive Einwanderung verarmter Venezolaner/-innen, Internationalisierung des Drogenhandels mit Einflussnahme mexikanischer Drogenkartelle und damit neuer bewaffneter Akteure und eine Wirtschaft, die auf die Ausbeutung der Bodenschätze ohne Rücksicht auf Verluste baut. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein einfaches Szenario eines Postkonfliktes, es ist vielmehr ein Szenario nach dem Friedensabkommen mit anhaltenden Konfl ikten. Zu alle dem kommt der Mord an sozialen Anführer/-innen und Menschenrechtsaktivist/ -innen (mehr als 300 seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens). Auf der anderen Seite findet sich trotz dieses Szenarios eine immer stabiler werdende politische Opposition. Die Zivilgesellschaft zeigt sich politisch immer aktiver und das Friedensabkommen ist durch internationale Unterstützung gestärkt.

Natalia Velasquez Ríos ist Sozialwissenschaftlerin und forscht aktuell an der Katholischen Universität Eichstätt. Sie hat mehr als 16 Jahre Erfahrung in politischer Basisarbeit und internationaler Zusammenarbeit auf den Gebieten Menschenrechte, Armut, bewaffneter Konflikt, Entwicklung, Frieden und Gender v. a. in Kolumbien und Chile.

 

 

 

 


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