Wenn der Frieden kommt – was dann? Aktivist_innen aus Kolumbien und Guatemala berichten von den Friedensprozessen in ihren Ländern.

Home  /  Veranstaltungen  /  Otros eventos  /  Página actual

+++ Berlin +++

In Kolumbien wurde nach über vier Verhandlungsjahren und einer gescheiterten Volksbefragung im November 2016 der Frieden zwischen Regierung und der größten Guerilla im Land, der FARC, besiegelt. Für sein Bemühen hat Präsident Manuel Santos im vergangenen Jahr sogar den Friedensnobelpreis erhalten. In Guatemala ist es mittlerweile schon zwanzig Jahre her, dass der Friedensvertrag vereinbart wurde. Der Völkermord an der indigenen Maya-Bevölkerung hat tiefe Spuren hinterlassen und die ungerechte Landverteilung ist weiterhin Gegenstand zahlreicher Konflikte.

Die Beilegung bewaffneter Konflikte, vor allem wenn sie unter internationaler Beobachtung stattfindet, genießt gerne mediale Aufmerksamkeit. Weit weniger wird darüber berichtet, was nach formal abgeschlossenen Friedensverträgen geschieht. Wie wird der Frieden umgesetzt? Wie ergeht es der einstmals zwischen die Feuer geratenen Zivilbevölkerung? Welche gesellschaftlichen Veränderungen finden statt? Wird das gestohlene Land an die Millionen von Vertriebenen zurückgegeben, werden die Verantwortlichen für schwere Menschenrechtsverletzungen belangt? Oder bleibt alles beim Alten?
Mit:
Berenice Celeyta, Menschenrechtlerin aus Kolumbien
Marcos Ramírez, Sprecher einer indigenen Gemeinde in Guatemala
Moderation: Bernd Pickert, taz

  • Detalles
  • Tags
  • Más